Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig – Außenansicht, fotografiert von Daniel Madlung

Heute geht es für mich als Fotograf in Dresden nach Leipzig. Vor zwei Tagen kam eine kurzfristige Anfrage für eine Eventreportage im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek. Der Termin ist heute um 17:30 Uhr. Also Kamera einpacken und los!

Meine Packliste für die Eventreportage

Wie ihr vielleicht schon aus meinen anderen Blogbeiträgen kennt, ist meine Packliste meistens ziemlich ähnlich. Ich habe mittlerweile meine Kombination gefunden, mit der ich bei der Reportagefotografie gut zurechtkomme. Als Erstes kommt mein 16-mm-Objektiv von Viltrox mit. Das Gebäude sieht auf den Bildern, die ich mir vorab angeschaut habe, wirklich interessant aus. Deshalb möchte ich es unbedingt von außen fotografieren.

Danach setze ich auf meine Festbrennweiten: 35 mm, 85 mm und 135 mm. Ein 70–200 mm bleibt heute bewusst zu Hause. Gerade bei Veranstaltungen in Innenräumen möchte ich möglichst lichtstark unterwegs sein. Mit Blendenöffnungen von f/1.4 bis f/1.8 habe ich einfach mehr Spielraum, wenn das Licht später am Abend knapp wird.

Unauffällig arbeiten, nah dran sein

Bei meiner Reportagefotografie möchte ich möglichst unauffällig arbeiten. Ich will Menschen nicht ständig mit meiner Kamera vor der Nase stehen, sondern sie in natürlichen Situationen fotografieren. Mit dem 85er und dem 135er kann ich Abstand halten und trotzdem nah dran sein. Denn sobald Menschen merken, dass sie fotografiert werden, verändert sich oft ihr Verhalten. Genau das möchte ich möglichst vermeiden.

Ein kleiner Aufsteckblitz ist trotzdem dabei. Er bleibt auf der Kamera und kommt zum Einsatz, wenn ich zusätzliches Licht benötige. Außerdem habe ich ein paar Filter und ein kleines Stück Glas eingepackt. Damit experimentiere ich gerne, wenn ich meinen Bildern durch Reflexionen oder einen selbst gestalteten Vordergrund einen besonderen Look geben möchte.

Vorbereitung ist die halbe Reportage

Was vor jeder Veranstaltung selbstverständlich sein sollte: Akkus laden, Speicherkarten kontrollieren und die Ausrüstung überprüfen. Klingt banal, ist aber wichtig. Schließlich möchte ich mich vor Ort auf die Menschen und die Bilder konzentrieren.

Jetzt freue ich mich auf das Event in Leipzig. Mein Ziel ist eine authentische Reportage mit echten Begegnungen und ungestellten Momenten. Die fertigen Bilder sollen voraussichtlich morgen früh beim Kunden sein. Vielleicht schaffe ich es sogar, heute Abend schon ein paar erste Bilder zu zeigen.

Jetzt geht es los. Die Kamera ist gepackt – und die Bilder kommen später!

Nachtrag: Die Bilder vom Abend findest du jetzt im Projekt The Only Material – Deutsches Buch- und Schriftmuseum Leipzig.

Erzähl mir von deinem Projekt.

Termin, Ort, Umfang – ich melde mich innerhalb eines Werktags mit einem konkreten Angebot.

WhatsApp
me