Gestern sind zwei Tage Portrait-Shooting zu Ende gegangen, die mir richtig Spaß gemacht haben. Eine Agentur hatte mich für Mitarbeiterportraits eingeladen – ein ganzes Team, alle sollten einen einheitlichen, hochwertigen Look bekommen, für Website, LinkedIn und Presse. Hier ein kurzer Blick hinter die Kulissen, weil ein paar Dinge daran typisch für Business-Shootings sind.
Das Problem: niedrige Decken – in jeder Filiale
Ich blitze gern. Mein Standard-Setup für Businessportraits sind zwei Blitze: eine große Softbox als Hauptlicht und eine schmale Striplight-Softbox, die von hinten eine feine Kontur auf Schulter und Haar legt. Normalerweise steht die Hauptlicht-Softbox deutlich über Augenhöhe und leuchtet leicht nach unten – das gibt dieses ruhige, natürliche Licht.
Die Räume vor Ort waren allerdings ziemlich flach. Die Softbox konnte nicht so hoch, wie ich sie sonst stelle. Und das ist kein Einzelfall: Das Unternehmen hat mehrere Filialen, und in den anderen Standorten sind die Decken wahrscheinlich genauso niedrig. Genau darum ging es beim Aufbau nicht um das perfekte Licht für diesen Raum, sondern um ein Setup, das ich überall exakt reproduzieren kann – gleiche Abstände, gleiche Höhen, gleiche Leistungen, gleicher Hintergrund. Nur so sehen die Portraits aus Filiale A und Filiale C am Ende aus wie aus einem Guss.
Das Setup
- Hintergrund: ein weinroter Stoffhintergrund – warm, edel, und er hebt sich von den üblichen Grau- und Weißtönen ab.
- Licht: Hauptlicht in großer Softbox, so hoch wie die Decke erlaubt; Striplight als Konturlicht von schräg hinten. Beide Werte notiert, damit sie an jedem Standort wieder eingestellt werden.
- Brennweite: 85 mm – die klassische Portraitbrennweite. Natürliche Proportionen, angenehmer Abstand zur Person, weicher Hintergrund.
- Tethering: Die Kamera hing per Kabel direkt an Lightroom. Jedes Bild war Sekunden später auf dem Monitor zu sehen – und zwar schon mit dem finalen Preset drauf, nicht als flaches Rohbild.
Warum Tethering bei Teamshootings so viel bringt
Der Punkt, der den Tag am meisten verändert hat: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter konnte das eigene Bild sofort sehen, so wie es später auf der Website aussehen wird. Wer sich vor der Kamera unwohl fühlt, entspannt sich, sobald ein gutes Bild auf dem Schirm ist. Und wir haben die Favoriten direkt vor Ort markiert – das erspart hinterher die E-Mail-Schleife „Welches nehmen wir?“ und die Bildauswahl ist praktisch fertig, bevor ich das Studio abgebaut habe.
Das Ergebnis: gute Laune im Team, jede Person zufrieden mit ihrem Portrait, und ein Look, der über alle Standorte hinweg gleich bleibt.
Und nebenbei
Zwischen den Portraits haben wir noch ein paar lockere Gruppenszenen im Gebäude fotografiert – Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit, im Gespräch, im Treppenhaus – und zum Abschluss ein Gruppenfoto des ganzen Teams. Solche Bilder ergänzen die Portraits perfekt: Auf der Website und auf Social Media braucht man nicht nur Köpfe, sondern auch das Gefühl dafür, wie es in der Firma zugeht. Gerade sitze ich an der Bearbeitung.
Mitarbeiterportraits für dein Unternehmen?
Wenn du für dein Unternehmen, deine Praxis oder deine Agentur einheitliche Mitarbeiterfotos brauchst – einzeln, als Serie über mehrere Standorte oder mit Gruppen- und Arbeitsszenen dazu –, schreib mir. Ich bin Fotograf in Dresden, komme aber mit dem kompletten Setup gern sachsenweit und darüber hinaus zu dir. Was bei einem Business-Shooting genau passiert und was es kostet, steht auf der Leistungsseite; ein Beispiel aus der Praxis ist das Team von Car Service Schmidt.